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Virtuelle Einblicke in Gesundheitsjobs

Hessisches Gesundheitscamp: Schüler lernten trotz Corona praxisnah Berufe in Gesundheit und Pflege kennen

Kaum eine andere Berufsgruppe steht seit Corona mehr im Fokus: Menschen die in Medizin, Pharmazie, Pflege oder Gesundheit arbeiten möchten, werden dringend gebraucht. Wie der Alltag in diesen Jobs mit Zukunft aussieht, was man dafür mitbringen sollte und welche Möglichkeiten sich in diesem Berufsbereich bieten, erlebten 19 Schülerinnen und Schüler beim virtuellen Hessischen Gesundheitscamp am Standort Wiesbaden / Limburg-Weilburg

„Mir macht es Spaß, anderen Menschen zu helfen und weil ich mich für Berufe in Gesundheit und Pflege interessiere, habe ich beim Hessischen Gesundheitscamp mitgemacht“, sagt Nathalie Rotter, Schülerin der Henry-Benrath-Schule in Friedberg. Die Hessischen Gesundheitscamps ermöglichen interessierten Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Seit 2017 bietet Provadis diese besondere Form der Berufsorientierung an verschiedenen Standorten in Hessen an, in diesem Jahr wurden corona-bedingt zwei Camps in einem virtuellen Format durchgeführt. Kooperationspartner der Gesundheitscamps sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Hessische Kultusministerium und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie Provadis. Die Gemeinschaftsinitiative wird jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gefördert.

Zweistündige interaktive Video-Workshops

Die Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren erhielten Einblicke in das Krankenhausumfeld, in Pflege- oder Altenheim, Labor und Gesundheitsamt. Durch Live-Interviews am Bildschirm konnten sie viel über den Alltag des medizinischen Personals und der Pflegefachkräfte erfahren, zirka 20 verschiedene Berufe praxisnah kennenlernen, kleine Labor-Experimente vor dem Computer durchführen und ihre individuellen Fragen stellen. Die jeweils zweistündigen Workshops fanden zweimal pro Woche nachmittags über einen Zeitraum von acht Wochen statt. Die Teilnehmenden wurden für dieses als Schulveranstaltung geltende Orientierungsangebot über ihre Schulen angemeldet.

Eindrückliche Einblicke in den medizinischen Berufsalltag

Mit großem Engagement und teilweise extra gedrehtem Videomaterial hatten Provadis und die beteiligten Gesundheitseinrichtungen – die Helios Dr.Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden und das Hufeland-Haus Frankfurt - sowie die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agenturen für Arbeit in Frankfurt, Wiesbaden und Limburg die Workshops vorbereitet. In den Videos des Klinikums lernten die Teilnehmer die Ausbildungsmöglichkeiten der Pflegeschule kennen und wurden virtuell mitgenommen auf einen Rundgang durch die Notaufnahme, wo sämtliche Berufsgruppen aufeinandertreffen. Auch zwei Kolleginnen aus der Röntgenabteilung informierten über Berufe in ihrem Bereich. Im Anschluss beantworteten alle Klinikvertreter die Fragen der Teilnehmer. „Ausbildung und Nachwuchsförderung liegt uns am Herzen, deshalb haben wir uns sehr gerne für dieses Orientierungsprojekt eingesetzt“, betont Dr. Nico Sartory, Leiter der Notaufnahme in den Helios Dr. Horst-Schmidt-Kliniken. „Wir haben als Team Freude in unserem Beruf und möchten dies gerne weitergeben, trotz der vielen schwierigen Herausforderungen in diesem Coronajahr. Die Pandemie hat die Notwendigkeit, die Ausbildung in diesen Berufen attraktiver zu machen, sogar noch stärker in den Fokus gerückt.“

Pflegeberufe: oft mit Klischees behaftet

Die Pflegeeinrichtung Hufeland-Haus in Frankfurt informierte die Schülerinnen und Schüler rund um die Ausbildung von Altenpflegekräften und generalistischen Pflegefachkräften. „Wir haben den Fokus darauf gesetzt, mit den jungen Leuten über ihre Vorstellungen von Pflegeberufen zu sprechen und auch einige Vorurteile auszuräumen“, betont Stefanie Baytz vom Bildungszentrum für Pflege im Hufeland-Haus. An Fallbeispielen lernten die Teilnehmer, welche Qualifikation man für einen Pflegeberuf mitbringen sollte und im Video wurde ihnen erklärt, was man unter der Generalistik in der Pflege versteht: die gemeinsame Ausbildung von Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege. „Durch Corona erscheinen die Pflegeberufe oft in einem negativen Licht. Ich würde mir wünschen, dass in der Öffentlichkeit noch mehr die positiven Seiten gesehen werden“, sagt Stefanie Baytz. „Uns war auch wichtig aufzuzeigen, dass es gute Perspektiven in der Pflege gibt.“

Experimente live am Bildschirm

Highlights des Camps waren auch zwei Chemie-Workshops mit kleinen praxisnahen analytischen Experimenten wie das Bestimmen von PH-Werten oder einer Laktoseintoleranz. Das Material dafür wurde den Teilnehmern im Vorfeld zugeschickt. „Wir wollten vermitteln, dass chemisch-biologisches Wissen für Medizinberufe eine große Rolle spielen, um die Abläufe im menschlichen Körper zu verstehen und auch als Handwerkszeug für Laborberufe wichtig ist“, erklärt Dr. Karl-Heinz Muth vom Chemikum Marburg, der für Provadis die Workshops durchgeführt hat. „Die jungen Leute sollten naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen und begreifen, dass ihnen die Chemie unabhängig vom Schulfach später in ihrem Beruf und im Alltag helfen kann“, so Dr. Muth.

Berufliche Perspektiven aufzeigen

Wie bei den bisherigen Hessischen Gesundheitscamps gaben die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agenturen für Arbeit den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in den Gesundheitsberufen. „Wir freuen uns, dass wir die gute Zusammenarbeit bei den Hessischen Gesundheitscamps auch virtuell fortführen konnten“, betont Berufsberater Lutz Gellermann. Viele Schülerinnen und Schüler hätten bisher keinen Kontakt zur Berufsberatung. „Uns ist es wichtig, verschiedene schulische Wege und Berufsperspektiven aufzuzeigen. Wir wollen ermutigen und Fragen beantworten.“

Das neue virtuelle Konzept der Hessischen Gesundheitscamp ist bei den Schülerinnen und Schülern gut angekommen. „Die Workshops haben viel Spaß gemacht. Wir konnten viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen und dass das trotz Corona möglich war, finde ich toll“, sagt die 16-jährige Nathalie Rotter. Jetzt kann sie sich noch besser vorstellen, später einen Beruf in diesem Bereich zu ergreifen.

Dank für großes Engagement

Die Umsetzung der virtuellen Hessischen Gesundheitscamps erforderte einen besonderen Einsatz der Beteiligten: “Ich bedanke mich bei den Fördergeldgebern, die den Teilnehmenden auch in einer so schwierigen Ausgangslage weiterhin die Möglichkeit gegeben haben, Berufsorientierung live zu erfahren. Ein großer Dank geht jedoch auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen, die uns trotz immenser Belastungen aktiv und mit großem Engagement bei der Durchführung der Bausteine unterstützt haben“, sagt Georg Dinca, Projektleiter der Hessischen Gesundheitscamps.

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