Bewegung in der MINT-Fachkräfteentwicklung – Positive Nachricht des Statistischen Bundesamts

Grafik zu Frauenanteilen in MINT-Berufen

Gleich zum Jahresbeginn hat das Statistische Bundesamt eine positive Nachricht zu vermelden:

Noch nie haben so viele junge Frauen ein Studium in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik (MINT) begonnen wie 2024: der Anteil liegt inzwischen bei knapp 36 %.

Das ist eine ermutigende Entwicklung, die andeutet, dass langfristige Fördermaßnahmen im MINT-Bereich wirken.  

Gleichzeitig zeigt der Blick in die Tiefe aber auch, dass die Steigerung beinahe ausschließlich im akademischen Bereich zu verorten ist: Denn während im Studium die Zahlen steigen, bleibt der Frauenanteil in MINT-Ausbildungsberufen seit Jahren auf einem niedrigen Niveau. Zuletzt lag dieser bei 12 %, was immerhin eine Steigerung um 1% darstellt.  

Vor dem Hintergrund sinkender Studienanfängerzahlen (-11% allgemein, -5% MINT) bei gleichzeitig steigenden MINT-Ausbildungszahlen (+5% trotz -7% abgeschlossener Ausbildungsverträge allgemein), die quasi vollständig durch die demographische Entwicklung zu erklären sind, ergibt sich hier ein tendenziell positives Bild mit Ausbaupotenzial.  

Mit Berufsorientierungsangeboten wie Girls4MINT leisten wir einen Beitrag, um diese Entwicklung weiterhin zu bestärken:  

Durch niedrigschwellige Praxisangebote wollen wir Mädchen frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistern, Orientierung bieten, Hemmschwellen abbauen und so den Übergang von Schule in Ausbildung und (duales) Studium stärken. Denn wenn wir Mädchen frühzeitig für MINT begeistern, entsteht nachhaltige Wirkung.