KI als Sparringspartner für den Unterricht

Teilnehmenden der VCI-Lehrkräftefortbildung
Erhielten intensive Einblicke in den Einsatz von KI als Sparringspartner: die Teilnehmenden der VCI-Lehrkräftefortbildung mit Matthias Stein (Fünfter v.l.), Leiter des MINT-Zentrums Nidderau, Heike Blaum (Dritte v.r.), VCI Hessen und Dr. Karsten Rudolf (Zweiter v.l.) von Provadis.
Initiatoren der  KI-Fortbildungsreihe
KI-Tools für den Unterricht nutzbar machen (v.l.n.r.): Dr. Karsten Rudolf, Provadis, KI-Experte Stephan Mallmann, Heike Blaum, VCI Hessen und Matthias Stein, Leiter MINT-Zentrum Bertha-von-Suttner-Schule, sind die Initiatoren der KI-Fortbildungsreihe.

Spannender Mix aus Impulsen, Live-Demonstrationen und eigenem Ausprobieren bei der dritten KI-Lehrkräftefortbildung des VCI Hessen gemeinsam mit Provadis im MINT-Zentrum Nidderau

Längst ist KI als nützliches Werkzeug im Schulunterricht angekommen. Der Einsatz von digitalen Tools wächst, fortlaufend gibt es neue Angebote, die die Arbeit von Lehrkräften unterstützen und den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler attraktiver machen sollen. Wie das konkret funktioniert und worauf man beim Einsatz achten sollte, konnten die Teilnehmenden der dritten KI-Lehrkräftefortbildung des VCI Hessen gemeinsam mit Provadis live erleben. Gastgeber für die Veranstaltung war diesmal die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau. Eingeladen waren Lehrerinnen und Lehrer der sieben Partnerschulen von Provadis mit bereits existierenden oder vor der Eröffnung stehenden MINT-Zentren: die Leibnizschule Frankfurt, die Schillerschule Frankfurt, die Josephine-Baker-Schule Frankfurt, die Heinrich-von-Kleist Schule Eschborn, die Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau, die Weingartenschule Kriftel sowie die Altkönigschule Kronberg. „Unser Ziel ist es, mit dieser Veranstaltung den Lehrkräften zu ermöglichen über den Tellerrand zu schauen und daraus einen Mehrwert für den schulischen Unterricht zu ziehen“, betonte Heike Blaum, Bildungspolitik VCI Hessen bei der Begrüßung.

Von einer Wissens- zur kontinuierlichen Lerngesellschaft

„Bildung hat die schwierige Aufgabe, junge Menschen auf eine Welt vorzubereiten, die es noch gar nicht gibt. Möglicherweise kann uns KI dabei helfen, den Blick in Richtung Zukunft zu lenken und dieses Paradox etwas zu lösen“, sagte Stephan Mallmann, Gründer des ProTransform-Institut für digitale Transformation, zu Beginn seines inspirierenden Überblicks über neueste Entwicklungen im Bereich KI. Wichtig sei aus seiner Sicht, kritisches Denken im Umgang mit KI zu fördern, sie als Denk- und Sparringspartner einzusetzen und auch Fehlversuche der KI aushalten zu lernen. Die Rolle der Lehrkräfte sei es, den Schülerinnen und Schülern die Medienkompetenz und den Spaß an diesem kritischen Umgang zu vermitteln und sie dabei zu begleiten.

„Telli“ macht neues Lernen möglich

Im interaktiven Teil der Fortbildung stand der speziell für den Schulunterricht entwickelte Chatbot „Telli“ im Mittelpunkt. In Live-Demonstrationen konnten die Teilnehmenden erleben, wie sie sich für konkrete Projekte wie Klassenfahrten oder Elternabende Assistenten kreieren, mit verschiedenen Lernszenarien arbeiten oder virtuelle Dialogpartner für den Unterricht einsetzen können. Dabei wurde deutlich, was heute bereits möglich ist: Unterrichtsmaterialien entstehen im Handumdrehen, Aufgaben werden unkompliziert per QR-Code bereitgestellt, ganz ohne Anmeldung für Lernende. Gleichzeitig lassen sich individuelle Lernangebote entwickeln und Ideen kollaborativ weiterdenken und teilen. „Telli“ unterstützt als Werkzeug nicht nur bei der Unterrichtsvorbereitung, sondern ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit und des Lernens. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und „Telli“ auszuprobieren. Dabei erlebten sie nicht nur die beeindruckenden Möglichkeiten dieses digitalen Tools, sondern auch Situationen, wo die KI an Grenzen stößt und wie man darauf reagieren kann, um zu besseren Ergebnissen zu kommen. Insgesamt wurden die Erfahrungen als hilfreich und positiv bewertet.

Die kommenden Lehrkräftefortbildungen sollen dazu genutzt werden, themenspezifisches Material und Lerneinheiten für Workshops auszuarbeiten, die den sieben MINT-Zentren im Netzwerk gemeinsam zur Verfügung stehen sollen. Darüber hinaus wurde vereinbart, Fragestellungen, die alle betreffen, sowie nachahmenswerte Konzepte auf einer Plattform miteinander auszutauschen. „Eine Vernetzung untereinander könnte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, den Einsatz der KI im Unterricht zu verbessern“, sagte Matthias Stein, Leiter des MINT-Zentrums Nidderau. „Wir hätten die Möglichkeit, direkt Erfahrungen auszutauschen, von denen alle profitieren könnten.“ „Diese Entwicklung zur Konsolidierung und Stärkung des regionalen Netzwerkes von MINT-Zentren wollen wir unterstützen und danken den engagierten Lehrkräften“, erklärte Dr. Karsten Rudolf, Leiter Bildungs- und Forschungsprojekte und Prokurist bei Provadis.