Wie verändert KI die Ausbildung und welche neuen Ausbildungsformate sind die passende Antwort auf die digitale Entwicklung? Beim zweiten IT-Ausbildungsnetzwerktreffen Rhein-Main nutzten Personalleiter und Ausbildungsverantwortliche von 18 Unternehmen die Gelegenheit, sich bei Provadis auf den neuesten Stand zu bringen. Die 54 Teilnehmenden aus dem Industriepark Höchst und dem Rhein-Main-Gebiet erlebten einen inspirierenden Impulsvortrag über die „Macht der Algorithmen“, anschauliche Best Practice-Beispiele für KI-assistiertes Coding sowie einen Einblick in die neuen Ausbildungsformate bei Provadis, die Lösungen auf die Herausforderungen in der IT-Ausbildung bieten. Anschließend standen Austausch und Networking auf dem Programm.
In seiner eindrücklichen Keynote über „Mentale Ökologie“ beschrieb Nico Häger, Berufsschullehrer an der Julius-Leber-Schule in Frankfurt, die heutige Situation der Auszubildenden in puncto Digitalität. Das Smartphone ist ständiger Begleiter, Algorithmen sagen, was zu tun ist. Studien haben das Paradox bestätigt, dass LLM (Large Language Models) zwar die individuelle Produktivität erhöhen kann, aber die Vielfalt und die Einzigartigkeit abnimmt. Die Milliarden Texte aus westlichen Gesellschaften, die in den Modellen eingespeist werden, bilden zudem nur 12 Prozent des Wissens der Weltbevölkerung ab. Sein Fazit: KI braucht nach wie vor den Menschen und speziell multiprofessionelles IT-Personal. Unsere kognitive Diversität kann KI nicht ersetzen.
Notwendige Kompetenzen: kritisches Denken, eigenständiges Lernen, praktische Fähigkeiten
Dass KI als Sparringspartner heute zum Beispiel beim Coding sinnvoll eingesetzt werden kann, demonstrierte anschließend Thomas Erik Schmidt, IT-Ausbilder bei Provadis. Sehr leicht könnten Anfänger mit KI zu schnellen Ergebnissen beim Coding kommen, aber das Halluzinieren der digitalen Tools sei problematisch. Die Teilnehmenden erfuhren, wie die Auszubildenden in der IT-Ausbildung beim Umgang mit der KI begleitet werden und dadurch die notwendigen Kompetenzen erwerben. Abschließend informierte IT-Ausbilder Maximilian Maharam über den Einsatz des globalen Bildungsprogramms Cisco Networking Academy in den Ausbildungsmodulen. Die Lernplattform fördere das eigenständige und lerntypgerechte Lernen, die Ausbilder übernehmen die Rolle der Lernbegleiter. Als zweiten wichtigen Baustein der weiterentwickelten Ausbildung nannte er die notwendige Erhöhung des haptischen Anteils. Die „Praxis zum Anfassen“, wie beispielsweise beim Zusammenbauen eines PCs oder der Aufbau der Netzwerkinfrastruktur an realen Geräten, gewinne mehr an Bedeutung. Beide Bausteine in Kombination sind für eine erfolgreiche zukunftsfähige IT-Ausbildung wichtig.
Weitere Informationen zur IT-Ausbildung mit Provadis unter www.provadis.de/itausbildung.